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Unsere Stationen

Hier finden Sie eine Auflistung unserer Stationen.

Station 1: Intensivstation für psychiatrische Erkrankungen

Hier werden Menschen aufgenommen, die aufgrund einer akuten und schweren psychischen Störung vorübergehend ihre Einsichts- und Handlungsfähigkeit verloren haben und deshalb besonderen Schutz und eine intensive Betreuung benötigen. Die Station hält alle personellen und apparativen Möglichkeiten vor, bis hin zur Einzelbetreuung und Überwachung von Herz-Kreislauffunktionen am Monitor. Zur Behandlung kommen Alkohol-, Medikamenten- und Drogenintoxikationen, z.B. bei Suizidversuchen, Delirien (z.B. im Alkoholentzug), paranoid-halluzinatorischen Psychosen, Manien, schwersten Depressionen, aber auch akuten Belastungsreaktionen auf negative Lebensereignisse, wie Trennungen oder Verlusterlebnisse, wenn diese mit einem vorübergehendem Verlust der Selbstkontrolle verbunden sind.

Die Station wird dem besonderen Schutzbedürfnis entsprechend geschlossen geführt, jedoch besteht ein Zugang zum Garten und sobald verlässliche Absprachen möglich sind, können Ausgänge vereinbart werden.

Ruhe, psychotherapeutische Gespräche, eine medikamentöse Behandlung, sowie Beschäftigungs- und Bewegungstherapie bewirken meist eine rasche Besserung der Störung. Die Einsichtsfähigkeit kehrt zurück, psychosoziale Probleme können geklärt werden und eine weiterführende Behandlung (ambulant, teilstationär, stationär) wird gemeinsam mit den Patienten geplant.

Station 2/ 3: Schwerpunktstationen für affektive und schizophrene Erkrankungen

Auf dieser Station werden Menschen mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis, Depressionen und bipolaren (manisch-depressiven) Erkrankungen behandelt. Unser Behandlungsangebot beinhaltet umfangreiche diagnostische und therapeutische Maßnahmen, die dem Patienten eine bestmögliche Reintegration ins berufliche und soziale Umfeld ermöglichen sollen. Unser therapeutisches Angebot beinhaltet unter anderem Psychoedukation, Ergotherapie, Hirnleistungstraining, Sozialkompetenz- und Problemlösetraining, Depressionsgruppe und Sozialtherapie. Daher ist es unser Ziel die Behandlung stets dem Krankheitsbild und dem individuellen Bedarf anzupassen. Inhalte der Behandlung sind daher nicht nur Besserung der akuten Krankheitssymptome und Rückfallprophylaxe, sondern auch Besserung von kognitiven Fähigkeiten, Alltagsfertigkeiten, sowie Verbesserung der sozialen Fertigkeiten, Hilfestellung bei der Einleitung nötiger Nachsorgemaßnahmen und verbesserte Konfliktbewältigung - um nur einige zu nennen.

Station 5: Gerontopsychiatrie

Die Station ist eine Schwerpunktstation für psychiatrische Erkrankungen im Alter. Sie ist 2006 nach modernsten Erkenntnissen erbaut worden. Alle Zimmer sind mit behindertengerechten Nasszellen und Telefon ausgestattet.  Die barrierefreie Station mit 20 Betten verfügt über eigene Therapieräume und einen medizinisch-psychiatrischen Intensivbereich.

Diagnostik und Behandlung aller relevanten Erkrankungen der Gerontopsychiatrie werden hier durchgeführt. Neben den Demenzerkrankungen gehören hierzu die im Senium auftretenden psychiatrischen Erkrankungen des Erwachsenenalters, wie Störungen aufgrund spezieller Problemstellungen im höheren Lebensalter (z. B. Pensionierung, Partnerverlust, Verlust sozialer Bindungen, körperliche Erkrankungen etc.) oder auch psychische Komplikationen internistischer wie neurologischer Grunderkrankungen.

Station 6: Qualifizierte Entzugsbehandlung

Auf der Station für qualifizierte Entzugsbehandlung werden alle stoffgebunden Suchterkrankungen behandelt. Neben der Behandlung der Intoxikation und der Entzugssymptome steht die Behandlung der Abhängigkeitserkrankung selbst im Vordergrund.

Viele Menschen unterliegen dem Irrtum, dass nach der Behandlung der Entzugssymptome die Suchtkrankheit ausreichend behandelt wäre. Wie wir heute wissen hat die fortgeschrittene Einnahme abhängigkeitserzeugender Substanzen (Alkohol, bestimmte Beruhigungsmittel oder andere Drogen) auch nach der Entgiftung jahrelang weiterbestehende neurobiologische Veränderungen im Gehirn ( „Suchtgedächtnis“ „Belohnungssystem“) zur Folge. Diese Veränderungen sind mitverantwortlich für die auch nach der Entgiftung immer wieder auftretende schwere Gier („Craving“) nach den oder dem Suchtstoff(en). Im Rahmen der stationären Entgiftungsbehandlung wird diesem Sachverhalt Rechnung getragen, indem nach der Behandlung der Entzugssymptome eine individuelle Diagnostik, Aufklärung und Therapie in der LNK durchgeführt werden. Die langjährige klinische Erfahrung zeigt, dass das Ausmaß und Zusammenwirken der Begleit- und Folgekrankheiten dabei von Patient(in) zu Patient(in) sehr unterschiedlich sind und daher für jeden Patienten eine individuelle Aufklärung, Therapie und Weiterbehandlung nach dem Aufenthalt erforderlich ist. Die Weiterbehandlung wird in enger Kooperation mit den niedergelassenen Ärzten und den ambulanten und stationären Einrichtungen des Suchthilfesystems eingeleitet.

Station 7: Psychotherapie

Unsere Psychotherapiestation widmet sich der Behandlung von Menschen, deren Beschwerden einen seelischen Hintergrund haben und die auf Grund stark ausgeprägter Symptome ambulant nicht ausreichend behandelt werden können. Zu diesen psychischen Erkrankungen gehören unter anderem Depressionen, Angsterkrankungen, Zwangs- und Essstörungen sowie Persönlichkeitsstörungen. Aber auch körperliche Beschwerden mit seelischer Ursache, wie Schlafstörungen und Schmerzen können eine stationäre psychotherapeutische Behandlung erforderlich machen. Während der stationären Psychotherapie werden unsere Patienten von einem Team von Mitarbeitern verschiedener Berufsgruppen betreut (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, klinische Psychologinnen, pflegende, Ergotherapeuten, Sozialarbeiter). Wir verfolgen einen integrativen Therapieansatz bei dem die Psychotherapie im Rahmen hochfrequenter einzel- und gruppentherapeutischer Angebote je nach Notwendigkeit kombiniert wird mit einer medikamentösen Therapie. Unser Schwerpunkt liegt in der kognitiven Verhaltenstherapie. Zusätzlich integrieren wir bewährte Elemente aus psychodynamischen, systematischen, gesprächspsychotherapeutischen und neuropsychologischen Therapiekonzepten. Auch Angehörige und Lebensgefährten werden in die Therapie einbezogen.

Unsere Therapie zielt auf eine Besserung der Symptomatik, der Kommunikations- und Reflektionsfähigkeit, aber auch auf die Veränderung von Einstellungen und der konkreten Lebensgestaltung ab. Die Aufklärung unserer Patienten über die Ursachen und Auswirkungen der eigenen Erkrankung steht bei uns ebenfalls im Zentrum. Ziel ist es, die Erkrankung besser zu verstehen und mit ihr umgehen zu können, eigene Ressourcen kennenzulernen und selbst langfristig zur Gesundheit beizutragen.