Ambulanzen

Gerontopsychiatrische Ambulanz

Die gerontopsychiatrische Institutsambulanz der LNK gliedert sich in drei Schwerpunkte:
Einen der Schwerpunkte bildet die „Gedächtnissprechstunde“, also die Früherkennung, wie auch die Abgrenzung von der gefürchteten Alzheimerkrankung bei Merkfähigkeitsproblemen. Da die ursächliche Behandlung der über mehr als eine Lebensdekade verlaufenden Alzheimererkrankung bislang in der Medizin noch nicht möglich ist, bietet diese Frühbehandlung die wichtige Chance, dass die Krankheitsschwere und damit der spürbare Krankheitsbeginn um viele wertvolle Jahre hinausgeschoben werden kann. Zudem werden sogenannte „gutartige“ Gedächtnisstörungen ebenfalls möglichst früh behandelt, um hierdurch begünstigte andere psychiatrische Erkrankungen gar nicht erst auftreten zu lassen.
Unseren zweiten Schwerpunkt stellt die Behandlung psychiatrischer Komplikationen des Älterwerdens an sich dar, ohne dass eine der gefürchteten Alterserkrankungen vorliegt. Hierzu gehören beispielsweise Wertschätzungskrisen im Senium genauso, wie Depressionen oder Suchterkrankungen nach Einsamkeit durch Partnerverlust. Der dritte Schwerpunkt ist die ambulante Behandlung schwer oder kompliziert demenzkranker Patienten, wobei die Aufklärung, Beratung und Entlastung der Fürsorgenden neben der Koordination des Hilfesystems ein genauso wichtiges Element darstellt, wie die Behandlung des Erkrankten selbst.

Substitutionsambulanz

Ambulanzen Hier werden Menschen mit fortgeschrittener Opiat- oder Mehrfachabhängigkeit behandelt, bei denen in der Regel ausgeprägte körperliche und soziale Folgeschäden der Sucht bestehen. Alle auf Abstinenz zielenden Suchttherapien, wie Entgiftungs- und Entwöhnungsbehandlungen, hatten keinen Erfolg, sodass unter besonderen Rahmenbedingungen ärztlich Heroinersatzstoffe, wie z.B. Methadon oder Subutex verordnet werden. Ziel der Behandlung ist zumindest dem weiteren gesundheitlichen Verfall, Kriminalität und Infektionserkrankungen entgegenzuwirken und im günstigen Fall, durch ein sehr langfristiges Herunterdosieren, doch noch Abstinenz, sowie gesundheitliche und soziale Stabilität zu erreichen.
Voraussetzung für die Behandlung sind auch regelmäßige Kontakte zur Drogenberatungsstelle.

Allgemeinpsychiatrische Ambulanz

Die allgemeinpsychiatrische Ambulanz richtet sich mit ihrem Angebot an akut oder chronisch schwer erkrankte Menschen, die einer komplexen intensiven und/oder raschen ambulanten Behandlung bedürfen.
Durch besonders ermächtigte Fachärzte wird zudem eine privatärztliche ambulante Sprechstunde vorgehalten. In der Ambulanz kommen sämtliche in der Klinik zur Verfügung stehende Diagnostik- und Behandlungsverfahren, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der ambulanten Patienten, zum Einsatz. Die Institutsambulanz bietet eine Komplexleitung aus ärztlicher und nicht ärztlicher Hilfe (Psychologen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten). Zu unserem Behandlungsangebot gehören unter anderem: Psychoedukation für Patienten und Angehörige, Hirnleistungstraining, Ergotherapie und Suchtgruppe.
Außerdem werden Angebote zur Früherkennung und Prophylaxe vorgehalten. Die Institutsambulanz der LNK Dr. Spernau bietet ein werktägliches Angebot von 8:00 bis 16:30 Uhr, sowie einen psychiatrischen Notdienst zu jeder Tages- und Nachtzeit. In der Regel erfolgt die Behandlung in unserer Institutsambulanz auf ärztliche Überweisung, jedoch kann die Ambulanz im Bedarfsfall auch ohne Überweisung aufgesucht werden.